Storkow Mark
 
 

 


Storkow (Mark) ist eine Kleinstadt im Landkreis Oder-Spree in Brandenburg (Deutschland). Der Ort wurde 1209 erstmals erwähnt. Das Stadtgebiet umfasst auf 180 km² neben der Kernstadt Storkow 14 weitere Ortsteile. Insgesamt wohnen in Storkow etwa 9000 Einwohner.

 

 

Geografie

Storkow liegt am gleichnamigen See südöstlich von Berlin und südwestlich von Frankfurt (Oder). Östlich der Stadt befindet sich der Scharmützelsee, im Süden der Unterspreewald und im Westen das Dahmeland.
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Herkunft des Stadtnamens

Der Name wird naheliegender Weise gern mit dem Storch (der in der seenreichen Gegend häufig anzutreffen ist) in Verbindung gebracht, und dementsprechend zeigt auch das Stadtwappen dieses Tier. Wie jedoch bei alten brandenburgischen Orten häufig, hat der Name wohl eigentlich einen slawischen Ursprung. Er geht auf das Wort Sturkuowe zurück, das einen Weg durch den

Sumpf bezeichnet.

 

Mittelalter/Frühe Neuzeit

Storkow ist die sechstälteste der 112 brandenburgischen Städte (Stand: 1. Mai 2007). Zwei Urkunden, eine vom 2. Mai 1209 des Markgrafen Konrad von Landsberg aus dem Hause Wettin und eine zweite vom 26. Dezember 1209 vom Kaiser Otto IV., weisen ihre vollen Stadtrechte nach. Damit ist Storkow zwischen Dahme und Oder die erste urkundlich belegte Stadt, älter als Berlin, Frankfurt (Oder) und Fürstenwalde

.

Storkow lag an der Nordgrenze der Lausitz (oder Ostmark, wie die Region damals bezeichnet wurde) und an einer alten Handelsstraße, die vom Barnim nach Lübben und Leipzig führte. Es war um 1200 die bedeutendste Siedlung des Umlandes. Für die wettinischen Landesherren spielte Storkow eine strategischer Bedeutung bei der Eingliederung des Gebietes in das Reich und die Sicherung der Grenzen. Die Lage an einem schmalen Durchgang zwischen Sumpf und See (Gegend der heutigen Zugbrücke) und die auf einem aufgeschütteten Hügel nach 1136 errichtete Burg Storkow gehörten zu den Befestigungsanlagen der Stadt. Um 1202 setzte Markgraf Konrad das bedeutende Adelsgeschlecht von Strele als seine Beauftragten ein, die bis 1382 Besitzer der Herrschaft Storkow / Beeskow

waren.

Die wettinische Herrschaft Storkow war um 1200 in der Lausitz die größte und bedeutendste. Sie reichte von Baruth im Westen bis Sternberg östlich der Oder und Reichwalde bei Luckau im Süden. Auch Teile von Senftenberg und Fürstenberg waren zeitweilig Strelescher Besitz. Zur Herrschaft gehörten sechs Städte, fünf Burgen, etwa 60 Ortschaften unterschiedlicher Größe, zahlreiche Flüsse, Seen, Wälder und Felder. Nach dem Aussterben der Strele waren von 1384-1518 die Herren von Biberstein in Besitz von Stadt und Burg Storkow. Hoch verschuldet verpfändeten sie die Herrschaft Storkow / Beeskow an die reichen Bischöfe von Lebus, die in Fürstenwalde ihren Bischofssitz hatten. Der letzte katholische Bischof Johannes VIII. von Horneburg verschrieb sich der Alchemie und verstarb 1555 auf der Storkower Burg. Im Ergebnis der Reformation gingen 1556 die Herrschaften Storkow / Beeskow in den Besitz des Markgrafen Johann von Küstrin aus dem Geschlecht der Hohenzollern

über.

Im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) halbierte sich die Bevölkerungszahl auf 200 Personen.

Quelle:
Wikipedia - Storkow/Mark

Webseite der Stadt

 

   
 
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